Blutgeld

Der Islam schreibt vor, dass das Blutgeld für den Mord an einer Frau die Hälfte dessen beträgt, was für einen Mann gezahlt wird. Das gilt natürlich eher, wenn eine muslimische Frau durch einen Unfall ums Leben kommt als durch einen Mord.

Was einen Mord angeht, so bedarf es hier der Kapitalstrafe, in diesem Fall sind Mann und Frau aus der Sicht der Islamischen Gesetze gleich, denn Mann und Frau sind im Sinne der Menschenrechte gleich. In dem Fall einer unabsichtlichen Tötung ist das Blutgeld, das den Erben des Opfers gezahlt wird, halb so viel, wie das für die absichtliche Tötung eines Mannes, wegen des Schadens, den die Familie durch den Tod des Mannes erleidet. Die Familie, dessen Broterwerber getötet wird, verliert die Person, die finanziell für die gesamte Familie verantwortlich ist, obwohl die emotionale Sorge für die Familie nicht mit der der Frau vergleichbar ist.

Was die Familienmitglieder betrifft, deren Mutter unabsichlich getötet wurde, so vermissen sie hauptsächlich die Liebe, Fürsorge und Zuneigung ihrer Mutter, Dinge, die die meisten Männer nicht ersetzen können. Trotzdem wird die finanzielle Situation durch den Verlust der Mutter nicht betroffen. Aber natürlich kann kein Reichtum oder finanzieller Ausgleich die Liebe, Fürsorge und Zuneigung der Mutter ersetzen.

Das Blutgeld selbst ist kein Preis, Wert oder auch nur ein wahrer Ersatz für die getötete Person. Es ist nur die geringste Einschätzung des Schadens, der der Familie durch den Verlust der getöteten Person verursacht wird, ob es der Vater oder die Mutter der Familie ist. Dass daher das Blutgeld für eine Frau die Hälfte dessen ist, das für einen Mann veranschlagt wird, erklärt sich von selbst.