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Das Recht der Frau auf Erbschaft

Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) sagt im Qur´an al-Karim (4:11):

[Allah schreibt euch hinsichtlich eurer Kinder vor: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts.]

Diejenigen, die den Islam missverstanden haben, behaupten, der Islam behandle die Frauen in den Angelegenheiten des Erbes ungerecht. Wie könnte es fair sein, einem Mann (Sohn) einen Teil, der zwei Teilen der Frau (Tochter) entspricht, zu gewähren (obwohl sie Bruder und Schwester derselben Eltern sind)? Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) bietet im Qur´an al-Karim ein vollkommenes und detailliertes Schema für das Erbe der Frau. Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) legt die drei Fälle für das Erbe der Frau folgendermaßen fest:

  • Eine Frau erhält den gleichen Anteil wie ein Mann.

  • Eine Frau erhält den gleichen Anteil wie ein Mann, oder vielleicht etwas weniger.

  • Eine Frau erhält den halben Anteil dessen, was ein Mann erhält, welches der Normalfall ist.

Wer sich für weitere Einzelheiten zu diesem Thema interessiert, kann eine ausführliche Erläuterung in entsprechenden Büchern über Erbrecht im Islam ansehen. Es gibt tatsächlich einen speziellen Zweig, die Wissenschaft der Erbteilung, die sich mit dem Wissen über die verschiedenen Arten, eine Erbschaft aufzuteilen, befasst.

Also man muss in erster Linie fair und gerecht sein. Bevor man ein Urteil fällt, wie das über die

"unfaire Behandlung der Frauen im Islam bei dem Erbrecht", muss man das Thema erst gründlich untersuchen. Es folgt ein Beispiel, über die Art und Weise wie der Islam eine Anweisung erlässt, wie der Reichtum eines Verstorbenen unter den Erben aufzuteilen ist: "Ein Mann verschied und hinterließ einen Sohn und eine Tochter. Der Verstorbene hinterließ eine Summe von US$ 3,000.00 für seine Erben. In diesem Fall und im Einklang mit den Islamischen Regeln der Besitzteilung hat der Sohn einen Anspruch auf US$ 2000.00 und der Anteil der Tochter beträgt US$ 1000.00."

Lasst uns die Situation des Erben nach dem Tod des Vaters untersuchen. Der Anteil des Sohnes am Erbe verringert sich, weil er ein Brautgeld zahlen muss (wenn er beabsichtigt, zu heiraten). Er ist verpflichtet, für die Heirat sein Haus zu möbilieren und für den Bedarf seines Haushalts finanziell aufzukommen. Der Sohn ist auch verpflichtet, für seine verwitwete Mutter zu sorgen, für seine Großeltern (wenn sie noch leben) und andere arme und bedürftige Verwandte. Die Tochter andererseits ist nicht verpflichtet, von ihrem geerbten Geld irgendetwas abzugeben (es sei denn sie will es), selbst wenn sie wohlhabend und reich ist. Wenn sie heiratet, erhält sie ein Brautgeld von ihrem Ehemann.

Der Ehemenn muss für ihren finanziellen Bedarf aufkommen, was Ausgaben für das Haus, Gesundheit, Kinder und alle anderen finanziellen Verpflichtungen der Familie betrifft.

Also ist es die Verantwortlichkeit des Mannes, für die finanzielle Versorgung der Frau und seiner gesamten Familie, seinen Mitteln entsprechend, Sorge zu tragen. Der Reichtum der Tochter von der Erbschaft wird ergänzt und daher eher vermehrt als vermindert, wenn sie heiratet und ein Brautgeld von ihrem Ehemann erhält. Sie besitzt einen Anspruch an ihren Gatten, auf alle Lebensausgaben was Unterkunft, Essen, Gesundheitspflege, Kinderausgaben und alles andere angeht.

Der Mann ist auch verpflichtet, im Fall einer Scheidung oder Trennung Unterhalt und Unterstützung für Kinder zu zahlen. Eine weibliche Erbin kann mit ihrem Reichtum, Geld und Gut anfangen, was sie möchte. Sie kann ihren Anteil investieren oder damit tun, was ihr gefällt. Damit zeigt dieses Beispiel, dass der Anteil der Tochter am Erbe unversehrt bleibt, während der Anteil des Mannes aufgrund seiner finanziellen Verantwortungen und Verpflichtungen aus vielen rechtlichen gültigen Gründen ausgegeben wird. Die Frau besitzt im Islam das Recht, ihren Anteil am Erbe für sich zu behalten.

Die Islamischen Gesetze und Lehren unterscheiden sich von allen nationalen und internationalen Gesetzsystemen auf der ganzen Welt. In manchen Gesellschaften übernimmt der Vater nach einem bestimmten Alter keinerlei finanzielle Verantwortung für seine eigene Tochter oder seinen eigenen Sohn. Der Sohn und die Tochter sind mit ihren finanziellen Bedürfnissen und Vorkehrungen sich selbst überlassen.

Gemäß dem Islam ist der Vater (oder auch ein Bruder nach dem Tod des Vaters) verpflichtet, für den gesamten finanziellen Bedarf der Tochter (oder Schwester) aufzukommen, bis sie heiratet. Von dem Zeitpunkt an, wo eine Frau heiratet, ist ihre finanzielle Verantwortung nach den Islamischen Lehren die Pflicht ihres Ehegatten. Wenn indessen Gesetze den männlichen und weiblichen Erben denselben Anteil zusprechen, dann sollten sie auch dieselben finanziellen Pflichten und die gleiche Verantwortung tragen.

Aus diesem Grund ist es ungerecht und unfair zu verlangen, dass männliche und weibliche Muslime, die nicht die gleichen finanziellen Verpflichtungen und Verantwortung besitzen, einen "gleichen", "gerechten" und "fairen" Anteil vom Erbe erhalten sollen. Angesichts der vorangegangenen Erläuterung ist es fair und gerecht, dem männlichen Erben vor dem weiblichen Erben des Vaters oder der Mutter den Vorzug zu geben, wie es im Islam üblich ist. Männer und Frauen tragen nämlich im Islam nicht dieselbe finanzielle Verantwortung und Pflicht auf ihren Schultern. Also wäre es unfair, beiden dasselbe Erbe zukommen zu lassen. Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) nahm jegliche finanzielle Aufregung, Druck, Verantwortung und Pflicht von den Frauen.

Zusätzlich ehrte Er die Frau, indem Er ihr das Recht zusprach, alles was sie braucht, von ihrem Ehemann, Bruder oder Sohn besorgt zu bekommen. Von allen männlichen Familienmitgliedern wird gefordert und erwartet, dass sie die finanzielle Last der weiblichen Familienmitglieder tragen. Wenn also nach dem Islamischen Gesetz eine Frau nur die Hälfte des Anteils eines Mannes beim Erbe erhält, so ist dies wirklich fair und gerechtfertigt.

Eine wichtige Sache über die Erbschaft im Islam sollten wir an dieser Stelle noch betonen undzwar,

"jeder männliche und/oder jeder weibliche Erbe erhält einen bestimmten Anteil an der Erbschaft, auf die er/sie ein Anrecht besitzt, und niemand kann den Erben seines/ihres Anteils am Erbe berauben".

Dies ist nicht so wie beim britischen Recht, das dem Eigentümer des Reichtums die Freiheit lässt, seine Hinterlassenschaft demjenigen, den er vor seinem Tod bestimmt, zu überlassen. Nach den Islamischen Lehren ist man berechtigt, lediglich ein Drittel seines/ihres Erbes nach eigenem Willen zu vererben, und dieses Limit darf niemand überschreiten.

Gustave Le Bond sagt in seinem Buch Arabische Zivilisation:

"Die Prinzipien des Erbrechts, die im Heiligen Qur´an festgelegt wurden, enthalten eine große Gerechtigkeit und Fairness. Wer den Heiligen Qur´an liest, kann dieses gerechte und faire Konzept des Erbes in den Versen finden, die ich zitiert habe. Ich muss auch betonen, welcher Grad der Effizienz mit diesen allgemeinen Regeln, die von den Versen abgeleitet werden, erreicht wird. Ich habe das britische, französische und Islamische Erbrecht verglichen und herausgefunden, dass der Islam den Frauen, von denen der Westen denkt, sie würden "schlecht behandelt" und Muslime seien in der Behandlung ihrer Frauen (und Frauen im allgemeinen) "unfair", einen Erbanspruch gewährt, der in unseren Gesetzen fehlt."

Desweiteren werden im Islam alle Ausgaben, die vom "Blutgeld" herrühren, von den Männern der Familie getragen. Frauen tragen keine Verantwortung über das "Blutgeld".