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Frauen in der alten christlichen Gesellschaft

Christliche Priester trieben es zu dem Extrem, dass sie die Frau als Ursache der "Erbsünde" betrachteten und als Quelle aller Katastrophen, an denen die Welt litt. Aus diesem einen Grund stempelten sie das Verhältnis zwischen Mann und Frau als "schmutzig" und "dreckig" ab, selbst wenn es etwas Erlaubtes war und durch einen Ehevertrag legitimiert.

Sankt Trotolian sagt:

"Die Frau ist Satans Weg zum Herzen eines Mannes. Die Frau schubst den Mann zum "Verfluchten Baum". Die Frau verstößt gegen Gottes Gesetze und zerstört Sein Bild."

Wieth Knudesen, ein dänischer Schriftsteller, beleuchtete die Stellung der Frau im Mittelalter und sagte:

"Gemäß dem katholischen Glauben, der die Frau als Mensch zweiter Klasse betrachtet, wurde ihr wenig Sorge und Achtung entgegengebracht."

1586 wurde in Frankreich eine Konferenz abgehalten, um zu entscheiden, ob Frauen als menschliche Wesen betrachtet werden könnten oder nicht! Nach längeren Diskussionen kamen die Leute, die an der Konferenz teilnahmen zu dem Entschluss:

"Die Frau ist ein menschliches Wesen, aber sie wurde erschaffen, um dem Manne zu dienen."

Dann erliess die Konferenz das Recht, Frauen als menschliche Wesen anzuerkennen, eine Sache, die bisher zweifelhaft und unentschieden war!. Aber die Konferenzteilnehmer gedachten nicht, den Frauen die vollen Rechte zu gewähren, denn sie war ja nur eine Dienerin und Magd ohne persönliche Rechte. Diese Entscheidung hatte bis 1938 Gültigkeit, als zum ersten Mal eine Verfügung erlassen wurde, um alle Gesetze aufzuheben, die einer Frau verboten, ihre finanziellen Angelegenheiten direkt zu erledigen und ein Bankkonto auf ihren eigenen Namen zu eröffnen. In England blieben die Frauen bis 1850 ohne den Status als Bürger, bis 1964 ohne Privatrecht, bis von der Oxford Universität ein Erlass erging, der die Gleichberechtigung zwischen männlichen und weiblichen Studenten erklärte.

Die Europäer diskriminierten die Frauen und beraubten sie das ganze Mittelalter hindurch ihrer Rechte. Es ist ausserdem überraschend zu erfahren, dass die englischen Gesetze dem Mann erlaubten, seine Frau zu verkaufen.

Die Kluft zwischen den Geschlechtern, Männern und Frauen, wurde weiter größer, sodass die Frauen immer mehr unter die Kontrolle der Männer gerieten.

Den Frauen wurden alle Rechte und was sie je besaßen entzogen. Alles, was eine Frau besaß, gehörte ihrem Ehemann.

Zum Beispiel wurden Frauen laut französischem Gesetz bis vor kurzem nicht für fähig erachtet, ihre eigenen finanziellen Entscheidungen über ihr Eigentum zu treffen. Wir können Artikel 217 des französischen Rechts lesen, der feststellt:

"Eine verheiratete Frau besitzt kein Recht zu bewilligen, zu verschicken, zu bürgen, zu besitzen mit oder ohne Bezahlung, ohne Beisein ihres Gatten einen Kaufvertrag abzuschließen oder ohne sein schriftliches Einverständnis dazu, egal ob ihr Ehevertrag eine Gütertrennung zwischen dem Eigentum des Ehemanns und der Gattin festlegt oder nicht."

Trotz aller Verbesserungen und Veränderungen an den französischen Gesetzen können wir noch immer erkennen, wie diese Gesetze die verheirateten französischen Frauen beeinflussen. Dies ist eine Form der zivilisierten Sklaverei.

Desweiteren verliert die verheiratete Frau ihren Familiennamen, sobald sie in den Ehevertrag einwilligt. Eine verheiratete Frau soll den Familiennamen ihres Ehegatten tragen. Dies zeigt natürlich, dass die verheiratete Frau von da an die Magd des Ehemanns ist und sie wird sogar ihre persönliche Identität verlieren.

Bernard Shaw, der wohlbekannte englische Schriftsteller, sagte:

"Sobald eine Frau heiratet, geht ihr gesamter persönlicher Besitz gemäß dem englischen Recht an ihren Ehegatten.

Letzlich gibt es keine größere Ungerechtigkeit, die den Frauen in der westlichen Gesellschaft zugefügt wurde, als dass die Ehe in Einklang mit den religiösen Lehren für immer andauert. Es gibt kein Recht auf Scheidung (bei den Katholiken bis heute). Ehemann und Frau sind lediglich körperlich getrennt.

Diese Trennung kann zu gesellschaftlichem Verderb und Korruption aller Art beigetragen haben, so wie Affären, Geliebte, Freunde, Freundinnen, genauso wie vielleicht Prostitution, sowie homosexuelle und lesbische Verbindungen.

Desweiteren wird einer überlebenden Witwe nicht die Gelegenheit gegeben, sich wieder zu verheiraten und nach dem Tod ihres Gatten ein normales Eheleben zu führen.

Aus all diesen Gründen wurde die Stellung in der "modernen" westlichen Gesellschaft vernachlässigt. Dies führte zu einem späteren Stadium zu der Bewegung zugunsten der Frauen in der Gesellschaft, angeführt von westlichen Denkern, Lobbyisten, Menschenrechtlern und Erziehern. Diese "Denker" verlangten absolut gleiche Rechte für die Frauen, gesellschaftlich und anderswo.