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Islam sorgt für die frau als mutter

Wir stellen fest, dass der Qur´an al-Karim das Recht der Frau als Mutter ganz besonders betont. Tatsächlich sagt Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) im Qur´an al-Karim (17:23):

[Und dein Herr hat befohlen: "Verehrt keinen, ausser Ihm, und (erweist) den Eltern Güte. Wenn ein Elternteil oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht 'Pfui!' zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise.]

In dieser Ajat nennt Allah Sein Recht auf Anbetung gemeinsam mit dem Recht der Eltern, an denselben Ansprechpartner und auf derselben Ebene. Dies beleuchtet die großen Rechte und den hohen Stellenwert der Eltern im Islam.

Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Das Paradies liegt zu Füßen der Mütter." (Dieser Hadith wurde von An-Nasaaíi und Ibn Maajah folgendermaßen überliefert: "Ein Mann kam zum Propheten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) und sagte: 'Oh Prophet Allahs! Ich beabsichtige, am islamischen Kampf für die Sache Allahs teilzunehmen. Ich kam, um dich darüber zu befragen.' Der Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) fragte den Mann: "Hast du eine (lebende) Mutter?" Der Mann sagte: 'Ja.' Er (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Verschwinde nicht aus ihrem Blick, das Paradies liegt zu ihren Füßen.")

Ohne Zweifel ist dies eine symbolische Vorstellung von der Tatsache, dass das Erwerben der Zufriedenheit der Mutter, genau wie das für sie Sorgen, Respektieren und Dienen, demjenigen zweifellos die Zufriedenheit von Allah und das Paradies bringen wird, das Er den rechtgeleiteten muslimischen Gläubigen als Belohnung versprochen hat.

An erster Stelle verdienen Mütter Freundlichkeit, Fürsorge, gute Behandlung, Gesellschaft und beste Hilfe von ihren Kindern. Es wird überliefert, dass Abu Hurairah (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: "Ein Mann kam zu Allahs Propheten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) und fragte ihn: 'Oh Prophet Allahs! Wer verdient meine Gesellschaft und Fürsorge am meisten?' Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) antwortete:

"Es ist deine Mutter." Der Mann fragte: 'Und wer dann?' Er (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Deine Mutter." Wieder fragte der Mann: 'Und wer kommt dann?' Er (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Deine Mutter." Der Mann fragte wieder: 'Und wer kommt dann?' Er (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Dein Vater."(Dieser Hadith wurde von Bukhary und Muslim berichtet.)

Dieser Hadith zeigt, dass eine Mutter im Islam das dreifache Recht des Vaters besitzt. Dieser Anspruch wurde der Mutter wegen der furchtbaren Leiden während der verschiedenen Lebensstadien ihres Kindes, in Schwangerschaft, bei der Geburt, in der Stillzeit, genauso für die geteilte Verantwortlichkeit in der Erziehung des Kindes, zugesprochen.

Der Fetus lebt, versorgt sich und gedeiht neun Monate lang auf Kosten der Nahrung der Mutter in ihrem Bauch. Ähnlich verhält es sich für die ersten zwei Jahre mit dem gestillten Baby, wenn die Mutter sich für das Stillen entscheidet.

Dies beleuchtet Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) im Qur´an al-Karim (31:14):

[Und Wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbefohlen – seine Mutter trug ihn in Schwäche über Schwäche, und seine Entwöhnung erfordert zwei Jahre -: "Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr."]

Aus diesem Grund ist den Müttern der Vorrang gegenüber den Vätern und jedem anderen was Freundlichkeit, Fürsorge, Pflichterfüllung, Aufmerksamkeit, Güte, Gehorsam und Hilfsbereitschaft angeht, gegeben worden.

Gemäß den Islamischen Lehren und Prinzipien muß beiden Elternteilen gehorcht werden, beide müssen respektiert werden und solange sie ihren Kindern nicht befehlen oder anordnen, ihrem Schöpfer, Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste), Ungehorsam zu sein, darf man sich nicht von ihnen abwenden. Wenn Eltern ihren Kindern befehlen, etwas zu tun, das Ungehorsam gegenüber Allah, welcher Art auch immer, einschließen würde, dann muß man ihnen nur bei dieser einen Sache ungehorsam sein. Währenddessen muss ein/e Sohn/Tochter weiter ihre normalen Pflichten den Eltern gegenüber erfüllen. Von ihnen wird erwartet, dass sie ihnen dienen, ihnen in ihren weltlichen Angelegenheiten helfen und zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden.

Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) sagt im Qur´an al-Karim (31:15):

Doch wenn sie dich auffordern, Mir das zur Seite zu setzen, wovon du keine Kenntnis hast, dann gehorche ihnen nicht. In weltlichen Dingen aber verkehre mit ihnen auf gütige Weise. Doch folge dem Weg dessen, der sich zu Mir wendet. Dann werdet ihr zu Mir zurückkehren, und Ich werde euch verkünden, was ihr getan habt."]

Der Gehorsamkeit zu den Eltern muss Vorrang vor allem anderen gegeben werden, auch vor der Ehefrau. Dies bedeutet keinesfalls, dass die Ehefrau gedemütigt, beschimpft, gequält werden darf oder Ähnliches. Jeder Einzelne soll sein Recht auf Respekt und Gehorsam entsprechend erhalten. Trotzdem hat der Gehorsam zu den Eltern Vorrang.

Allahs I Zufriedeneit mit jemandem, ist nur ein Anzeichen für die Zufriedenheit der Eltern mit dem Sohn/der Tochter. Dementsprechend ist Sein Zorn und Seine Unzufriedenheit mit jemandem, das Ergebnis der Unzufriedenheit oder Demütigung seiner Eltern. Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Allahs Zufriedenheit mit jemandem wird durch die Zufriedenheit der Eltern (mit ihrem Sohn/ihrer Tochter) erreicht, und Sein Zorn und Seine Unzufriedenheit (auf jemanden erscheint) als Ergebnis der Unzufriedenheit oder des Ärgers eines seiner Elternteile." (Dieser Hadith wird bei Tirmidhi berichtet.)

Die Sorge für die Eltern, zu ihnen gut und freundlich zu sein, ihre Zufriedenheit erreichen und auf ihre unmittelbaren Bedürfnisse achten, besonders wenn sie schon älter sind, ist der aktiven Teilnahme an den verschiedenen Formen des Ğihad, dem Streben für Allahs Sache, vorzuziehen. Außer wenn jeder Muslim – Mann und Frau – gezwungen ist, aktiv an den Ğihad-Handlungen teilzunehmen, besitzt die Sorge für die Eltern oberste Priorität. Ibn Mas´ud (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete: "Ich fragte Allahs Propheten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm): 'Oh Gesandter Allahs! Was ist die beliebteste Tat bei Allah?' Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Das Gebet zur rechten Zeit zu verrichten." Ich fragte weiter: 'Was kommt dann, oh Gesandter Allahs?' Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Sei gut, freundlich, respektvoll, gehorsam und fürsorglich zu deinen Eltern."

Ich fragte weiter: 'Was kommt dann, oh Gesandter Allahs?' Der Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Das Streben (Ğihad) für die Sache Allahs." (Dieser Hadith wird bei Bukhary berichtet.)

Abdullah bin ´Amr bin al-´Aas (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete auch: "Ein Mann kam zu Allahs Gesandtem (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) und sagte zu ihm: 'Oh Gesandter Allahs! Ich schwöre dir meinen Treueeid, dass ich auswandere und für die Sache Allahs kämpfen werde, und nur Seiner Belohnung wegen.' Als der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) dies hörte, fragte er den Mann: "Leben deine Eltern noch?" Der Mann antwortete: 'Ja, oh Gesandter Allahs, beide von ihnen leben noch.' Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Wenn du die Zufriedenheit und die Belohnung Allahs erreichen willst, dann gehe zu deinen Eltern zurück und vergewissere dich, dass du dein Bestes tust, um ihnen zu dienen, sie zufrieden zu stellen, auf ihre Bedürfnisse acht gibst, besonders im Alter, und gut und freundlich zu ihnen bist."(Dieser Hadith wird bei Bukhary und Muslim berichtet.)

Eltern müssen respektiert werden, ihnen muss Gehorsam und finanzielle Unterstützung von ihren Kindern geleistet werden, auch wenn sie eine andere Religion oder einen anderen Glauben als den Islam besitzen, solange sie ihrem Sohn/ihrer Tochter keine Ungehorsamkeit gegen Allah befehlen. Asma, die Tochter von Abu Bakr (radia-llahu ´anhum Allahs Wohlgefallen auf ihnen), sagte: "Meine Mutter, die noch immer eine Götzendienerin war, kam mich besuchen. Ich ging zum Gesandten Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm), um seinen Rat zu ihrem Besuch zu hören, ungeachtet der Tatsache, dass sie Interesse für den Islam zeigte. 'Sollte ich freundlich und gut zu ihr sein und finanziell für sie sorgen?' Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Ja, natürlich. Du sollst freundlich und gut zu ihr sein und finanziell für sie sorgen, auch wenn sie (die Mutter) eine Götzendienerin ist." (Dieser Hadith wurde bei Bukhary und Muslim berichtet.)

Ein Sohn/eine Tochter muss seinen/ihren Eltern helfen und ihnen bei ihren täglichen Arbeiten im Haushalt jede mögliche Unterstützung zukommen lassen. Man darf sich nicht fernhalten und es ablehnen, seine Eltern bei den täglichen Hausarbeiten zu unterstützen. Allahs Gesandter (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) besserte selbst seine eigene Kleidung aus, reparierte seine eigenen Schuhe und half seiner Familie bei den täglichen Arbeiten. Tatsächlich wurde ´A´ischah (radia-llahu ´anhum Allahs Wohlgefallen auf ihnen) einmal gefragt: "Was tat der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm), wenn er zu Hause war?" `A`ischah (radia-llahu ´anhum Allahs Wohlgefallen auf ihnen) sagte:

"Der Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) pflegte uns zu helfen und seinen Haushalt zu unterstützen; aber wenn er den Gebetsruf hörte, verließ er unverzüglich das Haus." (Dieser Hadith wurde bei Bukhary berichtet.)

Der Güte, Freundlichkeit, Gehorsam und Fürsorge für die Bedürfnisse der Eltern muss ein höherer Stellenwert gegeben werden, als allen anderen freiwilligen Gebeten und gottesdienstlichen Handlungen. Dies ist durch den Hadith begründet, in dem Abu Hurairah (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtet, dass der Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Niemand, außer drei Kindern sprachen, als sie noch in der Wiege lagen. Diese waren:

  • Jesus, der Sohn Marias (´alaihi salaam. Friede sei mit ihm)

  • Das zweite war ein Israelit in der Zeit von Ğuraiğ. Ğuraiğ war ein Mönch, der sich in eine Zelle zurückzog und seine Zeit dem Gebet und Gottesdienst für Allah widmete. Eines Tages suchte Ğuraiğs Mutter ihn auf und bat ihn um Hilfe, als er in seine Gebete vertieft war. Er sagte: "Oh Allah! Ich bin verwirrt, wem soll ich den Vorrang geben; meinen Gebeten oder meiner Mutter?" Er zog es vor, seine Gebete weiter zu verrichten und lehnte die Bitte seiner Mutter um Hilfe ab. Als sie das sah, ging Ğuraiğs Mutter weg.

    Am folgenden Morgen tat die Mutter dasselbe, und Ğuraiğ verrichtete weiter seine Gebete und wies seine um Hilfe bittende Mutter ab. Am folgenden Tag kam Ğuraiğs Mutter wiederum zu ihm und bat ihn um Hilfe, wie sie es die letzten zwei Tage getan hatte. Ğuraiğ antwortete nicht. Als sie dies sah, sagte die Mutter: "Oh Allah! Lass Ğuraiğ in die Gesichter der Prostituierten sehen, bevor er stirbt." Zu jener Zeit bewunderten die Israeliten die Menge und die Art von Ğuraiğs Gottesdienst, Gebeten und Zurückgezogenheit, derer er sich selbst gewidmet hatte.

    Eine sehr hübsche und anziehende Prostituierte, die in der Zeit bekannt war, schlug den Israeliten vor: "Wenn ihr wollt, kann ich Ğuraiğ in Versuchung führen und verursachen, dass er sich in mich verliebt und illegale sexuelle Dinge mit mir macht." Die Prostituierte setzte in die Tat um, was sie vorgeschlagen hatte. Sie versuchte ihr Bestes, um Ğuraiğ zum illegalen Geschlechtsverkehr mit ihr zu verlocken, aber zu ihrer Überraschung und ihrer Bestürzung schlugen ihre Versuche fehl. Da näherte sie sich einem Schafhirten, der in der Nähe von Ğuraiğs Zelle seine Schafe zu weiden pflegte und bot sich dem Schafhirten an, der sie nicht abwies.

    Die Prostituierte wurde schwanger. Bei der Entbindung beschuldigte sie Ğuraiğ, der Vater des Kindes zu sein. Die Israeliten drangen in Ğuraiğs Zelle ein, warfen ihn hinaus, zerstörten seine Zelle und begannen, ihn zu schlagen. Er fragte: "Was ist los? Warum tut ihr das?" Sie sagten: "Du hast mit dieser Prostituierten Unzucht getrieben und sie gebar ein Baby von dir, wo du doch vorgibst, so ein frommer Mann zu sein." Ğuraiğ sagte: "Könnt ihr das Baby herbringen und mich meine Gebete verrichten lassen, damit ich versuchen kann, euch zu zeigen, dass ich nicht der Vater dieses Kindes bin." Die Israeliten erlaubten Ğuraiğ seine Gebete zu verrichten und brachten ihm das Baby.

    Als Ğuraiğ seine Gebete beendet hatte, ging er zu dem Baby und zeigte mit seiner Hand auf seinen Bauch und fragte: "Wer ist dein wirklicher Vater, Baby?" Das Baby, das noch in der Wiege lag, sagte: "Mein Vater ist der Schafhirte." Als sie die Aussage und das Bekenntnis des Babies hörten, begannen die Israeliten, Ğuraiğ zu küssen, suchten seinen Segen und sagten: "Sollen wir deine Zelle für dich aus Gold wieder aufbauen?" Er sagte: "Nein. Baut sie lieber nur aus Lehm und Schlamm wieder auf, so wie sie vorher war." Und das taten sie.

  • Das dritte war ein Kind, das an der Brust seiner Mutter trank, als ein Ritter, der ausserordentliche Kleider trug, auf einem schönen Pferd vorbeiritt. Die stillende Mutter sagte: "Oh Allah! Lass meinen Sohn in Zukunft wie dieser Ritter sein." Als er diese Bitte hörte, ließ das trinkende Kind die Brust seiner Mutter los und sagte, während er den Ritter ansah: "Oh Allah! Mache mich nicht in Zukunft wie diesen Ritter."

    Dann begann das Kind wieder zu trinken. (Der Überlieferer dieses Hadith, Abu Hurairah (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm), sagte: "Ich kann mich erinnern, wie der Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) das Trinken des Kindes an der Brust der Mutter nachahmte, indem er seinen Zeigefinger in den Mund steckte und daran saugte.")

    Dann kam an der Mutter und dem trinkenden Kind eine Magd, die von ihrem Herrn geschlagen wurde, vorbei und andere beschuldigten sie der Unzucht und des Diebstahls. Die Magd sagte immer wieder: "Allah genügt mir und Er ist mein Wächter." Die Mutter sagte: "Oh Allah! Lass mein Kind nicht in Zukunft wie diese Frau sein!" Als es die Aussage der Mutter hörte, ließ das Kind die Brust der Mutter los und sagte: "Oh Allah! Lass mich in Zukunft wie diese Frau sein!" Als die Mutter die Aussage ihres Kindes hörte, sagte die Mutter zu ihm:

    "Sohn! Was ist mit dir? Ein hübsch gekleideter Ritter kam auf einem wirklich schönen Pferd vorbei, von hohem Stand und Macht, und ich wünschte, dass du in Zukunft wie er wärest; du lehntest ab, wie er zu sein. Dann kam die Magd, die wegen der Anschuldigung der Unzucht und des Diebstahls geschlagen und bestraft wurde, und ich bat Allah, dass du nicht wie sie gequält und beschuldigt wirst; du lehntest mein Bittgebet ebenfalls ab." Das Kind sagte: "Mutter, was den Ritter anbelangt, er war ein Tyrann und deshalb bat ich Allah, mich nicht wie ihn sein zu lassen. Was die geschlagene und beschuldigte Magd betrifft, sie hat weder Unzucht getrieben, noch gestohlen. Deshalb bat ich Allah, mich so unschuldig und rein wie sie zu machen!" (Dieser Hadith wurde bei Bukhary und Muslim berichtet.)

    Islamische Lehren warnen davor, den Eltern ungehorsam zu sein, sie nicht zu respektieren und ihre finanziellen Rechte nicht zu erfüllen. Abu Bakrah (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte:

    "Die Bestrafung für alle weltlichen Sünden können von Allah bis zum Tag des Gerichts hinausgezögert werden, außer für die Sünde des Ungehorsams der Kinder ihren Eltern gegenüber. Die Bestrafung dieser Sünde wird zu Lebzeiten des Menschen durchgeführt und nicht bis später verzögert."(Dieser Hadith wurde von al-Hakim berichtet.)

    Es wird auch berichtet, dass der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Wahrlich, Allah hat euch verboten, zu euren Müttern ungehorsam und widerspenstig zu sein, den Leuten nicht geben, was ihnen zusteht, aber selbst die Leute um etwas zu bitten, wozu ihr nicht berechtigt seid. Er hat desweiteren verboten, eure neugeborenen Mädchen lebendig zu vergraben. Er mag es auch nicht, wenn ihr sagt: "Es wurde gesagt: das und das. Und: „Man hat gesagt: Dies und das." Er hat euch ebenfalls verboten, andere wiederholt zu bitten, euch zu geben; oder nach jedem Ding zu fragen, das ihr seht; oder euer Geld zu verschwenden (ohne triftigen Grund)." (Dieser Hadith wurde bei Bukhary und Muslim berichtet.)

    Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) betonte, dass die Güte und Freundlichkeit zu den Eltern für die Erfüllung der Bittgebete (Du´a) und der Gebete des Menschen während seines gesamten Lebens unerlässlich ist. Ibn `Umar (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete, dass Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Vor langer Zeit brachen drei Männer zu einer Reise auf. Als die Nacht hereinbrach, schliefen sie in einer Höhle am Fuße eines Berges. Nachdem sie die Höhle betreten hatten, rollte ein Findling herab und verschloß die Öffnung der Höhle vollständig. Sie sprachen miteinander und kamen zu dem Entschuß, dass es nun keinen Ausweg mehr gab, außer durch Gebete und Bittgebete. 'Wir sollten Allah mit unseren besten und rechtschaffendsten Taten, die wir in unseren Leben vollbracht haben, um Hilfe bitten.'

    Der erste Mann sagte: 'Oh Allah! Nie habe ich meiner Frau und meinen Kindern etwas zu essen oder zu trinken angeboten, bevor ich meinen Eltern, die schon älter waren, etwas angeboten hatte. Eines Tages musste ich weit gehen, bevor ich Futter für meine Herde fand, und ich kam spät zurück. Nach meiner Heimkehr fand ich meine Eltern schlafend vor. Ich melkte die Schafe, um meinen Eltern ihr Abendessen anzubieten, aber ich hasste, sie zum Trinken aufzuwecken. Trotzdem bot ich meiner Frau und meinen Kindern nichts an, bevor ich es ihnen anbot. Ich verharrte stehend neben ihnen mit dem Milchtopf in der Hand und wartete darauf, dass sie aufwachten. Bei Tagesanbruch erwachten sie, aber zu der Zeit schrien meine Kinder zu meinen Füßen nach Milch. Da standen sie auf und ich bot ihnen ihre Milch an. Oh Allah! Wenn du weisst, dass ich dies um Deinetwillen getan habe, erlöse uns bitte von diesen Schwierigkeiten, unter denen wir leiden.' Hierauf bewegte sich der Felsen etwas von dem Eingang der Höhle weg, aber es war noch nicht genug, um einen Mann heraus zu lassen.

    Der zweite Mann sagte: 'Oh Allah! Ich hatte eine Kusine von der Seite meines Vaters, die war mir die liebste Frau auf der Erdoberfläche. Ich war sehr schlecht und wollte, dass sie mich liebte, aber sie wies mich ab. Nach einiger Zeit hatte sie schwere finanzielle Probleme und litt Hunger. Sie kam zu mir und bat mich um Hilfe. Ich bot ihr einhunder tund zwanzig (120) goldene Dinar, wenn sie mich von ihr haben ließe, was ich wollte, d.h. illegitimen Geschlechtsverkehr (außerehelich).

    Unter dem Druck ihres Notstands und ihrer ärmlichen finanziellen Lage stimmte sie zu. Als ich bereit war, den Geschlechtsverkehr mit ihr zu vollziehen, sagte sie: 'Oh Kusin! Fürchte Allah! Und brich´ nicht das Siegel der Jungfräulichkeit, außer auf erlaubte Weise!' Als ich dies hörte, stand ich auf und berührte sie nicht wieder, obwohl sie die Frau war, die ich am meisten liebte und begehrte. Ich nahm das Gold, das ich ihr gegeben hatte, nicht zurück.' Dann erhob er seine Hände zum Himmel und sagte: 'Oh Allah! Wenn Du weisst, ich tat das, was ich getan habe, um Deinetwillen und für Deine Zufriedenheit, bitte nimm die Schwierigkeiten von uns, unter denen wir leiden. Bewege den Stein vor dem Eingang der Höhle weg, damit wir hinaus können!' Nachdem er dies ausgesprochen hatte, bewegte sich der Felsen wiederum ein kleines Stück, so klein, dass noch immer keine Person die Höhle verlassen konnte.

    Der dritte Mann sagte: 'Oh Allah! Du weisst, dass ich einst ein paar Arbeiter beschäftigte und am Tagesende zahlte ich ihre Löhne, außer dem, der ohne seine Bezahlung abzuwarten, wegging. Also investierte ich seinen Lohn in meine Geschäfte und machte eine besondere Notiz und Berechnung dafür. Das Geld des Arbeiters vermehrte sich im Laufe der Jahre enorm. Eines Tages, nach vielen Jahren, kam der Arbeiter und fragte mich nach dem Lohn, den er für diesen Arbeitstag nicht genommen hatte. Ich zeigte ihm eine große Menge, bestehend aus einer Herde Schafe, Kühe, Kamele, Sklaven und Diener und sagte zu ihm: 'Alles, was du siehst, ist dein! Das ist der Lohn, den ich dir schulde!' Der arme Arbeiter war erstaunt und sagte: 'Bitte mach´ dich nicht über mich lustig und scherze nicht! Ich bat dich nur um den Lohn von dem einen Tag.' Der Arbeitgeber sagte: 'Ich mache mich weder über dich lustig noch scherze ich. Dies alles ist dein!' Der Arbeiter nahm alles, was ihm gezeigt wurde und ging.

    Dann erhob der Mann die Hände zum Himmel und sagte: 'Oh Allah! Wenn ich das, was ich getan habe nur um Deinetwillen und für Deine Zufriedenheit getan habe, nimm die Schwierigkeiten, unter denen wir leiden, von uns.' Hierauf rollte der Stein vor dem Eingang der Höhle weg und die drei Männer verließen die Höhle." (Dieser Hadith wurde bei Bukhary und Muslim berichtet.)

    Die Islamischen Lehren betrachten die Zufriedenheit der Eltern, die Güte, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Aufmerksamkeit, Respekt und Fürsorge als einen der Gründe für die Vergebung von Sünden in dieser Welt.

    Es wird berichtet, dass ´Abdullah Ibn ´Umar (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: "Ein Mann kam zum Gesandten Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) und sagte: 'Oh Prophet! Ich habe eine große Sünde begangen. Meinst du, ich kann bei Allah dafür bereuen?' Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) fragte den Mann: "Lebt deine Mutter noch?" Der Mann verneinte. Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) fragte den Mann weiter: "Hast du eine Tante von der Seite deiner Mutter, die noch lebt?"

    Der Mann bejahte. Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte zu ihm: "Sei freundlich, fürsorglich, hilfsbereit, gütig, respektvoll und eifrig zu ihr." (Dieser Hadith wurde bei Tirmidhi berichtet.) Dies ist so, weil die Schwester der Mutter im Islam einen ähnlichen Status und eine ähnliche Position wie die Mutter selbst besitzt. Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Der Schwester der Mutter gebührt eine ähnliche Position und Stellung wie der Mutter." (Dieser Hadith wurde bei Bukhary und Muslim berichtet.)

    Der Islam bestimmt, dass die Rechte der Eltern sogar nach ihrem Tod noch geehrt und respektiert werden. Maalik ibn Raabii´ah berichtete: "Als wir mit dem Propheten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) saßen, kam ein Mann von den Bani Salamah zu ihm und fragte: 'Oh Gesandter Allahs! Meine Eltern sind verstorben. Gibt es irgendetwas, zu dem ich verpflichtet bin, als ihr Recht nach ihrem Tod, das ich aufrechterhalten muss?' Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Ja, natürlich. Du solltest Bittgebete und Gebete ihnen zugunsten machen. Bitte Allah regelmäßig für sie um Vergebung und Verzeihung. Erfülle ihre Versprechen oder Treueeide, die sie anderen gemacht und geschworen haben. Zeige Ehre, Respekt und Gastfreundlichkeit gegenüber ihren Freunden und erhalte feste Verbindungen mit deinen Verwandten, was deine Liebe und Respekt zu deinen Eltern zeigt." (Dieser Hadith wurde bei Abu Dawud und Ibn Majah berichtet.)

    Alles was wir festgestellt und illustriert haben, sind lediglich breite Richtlinien über die hauptsächlichen und grundlegenden Rechte der Eltern im Allgemeinen und der Mütter im Besonderen gemäß den Islamischen Lehren. Es gibt noch mehr Rechte der Eltern, die wir nicht zitiert haben, um den Leser nicht zu langweilen.