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Nächte verbringen und sexuelle Erfüllung

Dieses Recht ist eines, das im Islam sehr betont wird. Der Ehemann ist durch das Islamische Recht verpflichtet, die sexuellen Rechte seiner Gattin zu erfüllen, die Befriedigung seiner Gattin sicherzustellen, sowie seine Gattin vor einer Verwicklung in schändliche Taten zu bewahren. Eine Gattin hat, wie jede andere Frau, ein starkes Bedürfnis nach einem großen Herzen, das sie liebt, für sie sorgt, ihre natürlichen und körperlichen Bedürfnisse erfüllt und ihre instinktiven Wünsche beachtet.

Tatsächlich verbietet der Islam dem Ehemann, sich durch völlige Hingabe, wie Gebete und Fasten, von der Erfüllung der Bedürfnisse, Wünsche und dem natürlichen Verlangen ihrer Partner zurückzuziehen. Salman al-Farisi (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete: "Ich ging, um meinen Bruder im Glauben, Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm), zu besuchen, und als ich ankam, wurde ich von seiner Gattin (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) begrüßt, die sehr einfache Hauskleidung trug.

Angesichts dessen fragte ich sie: 'Was ist los mit dir? Warum trägst du so einfache und schlichte Kleidung und nicht etwas Passenderes, um deinem Ehemann zu gefallen?' Sie sagte: 'Dein Bruder, Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm), besitzt, aus welchem Grund auch immer, kein Interesse an dieser Welt und ihren Angelegenheiten. Er verbringt seine Nächte im Gebet und die Tage fastend!' Dann kam Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm), hieß Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) willkommen und bot ihm etwas zu essen an. Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) fragte: 'Warum isst du nicht mit mir?' Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: 'Ich faste.' Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: 'Ich schwöre bei Allah, dass du dein Fasten brechen musst und mit mir isst.' Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) brach sein Fasten und aß mit Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm).

Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) verbrachte die Nacht bei Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm). Der letztere stand in der Nacht auf und betete einige Nachtgebete. Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) hielt ihn davon ab und sagte: 'Dein Körper hat bestimmte Rechte an dir; und deine Familie hat bestimmte Rechte an dir. Faste einige Tage und brich das Fasten an anderen, nähere dich deiner Gattin und erfülle ihre Bedürfnisse. Gewähre jeder Person das ihm zustehende Recht.' Kurz vor Sonnenaufgang erlaubte Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) aufzustehen und zu beten. Beide standen auf, verrichteten die Gebetswaschung und einige Gebete, dann machten sie sich auf zur Moschee, um Fağr zu beten. Nach dem Gebet mit Allahs Propheten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) berichtete Abu Darda (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) dem Propheten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm), was Salman (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm) gesagt und getan hatte. Der Prophet Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) bekräftigte:

"Salman hat die Wahrheit gesprochen."(Dieser Hadith wurde bei Bukhary berichtet.)

Es folgen noch ein paar andere Rechte, die eine Ehefrau im Islam genießt:

  • Ein Ehemann darf nicht länger als sechs Monate am Stück verreisen und von zu Hause abwesend sein. (Wenn seine Frau zustimmt, denn dies ist die Zeitspanne, die der Khalif des Gesandten Allahs, ´Umar bin al-Khattab (radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm), festgelegt hat, nachdem er seine Tochter Hafsa (radia-llahu ´anhum Allahs Wohlgefallen auf ihnen) darüber befragt hatte, wie lange eine Frau die Abwesenheit ihres Gatten geduldig ertragen kann). Diese Zeitspanne kann abhängig von den sexuellen Bedürfnissen der Frau länger oder kürzer sein. Eine Ehefrau kann aufgrund ihrer eigenen instinktiven Natur eine Abwesenheit ihres Gatten von mehr als sechs Monaten ertragen, oder sie kann auch schon vor Ablauf dieser Zeitspanne verlangen, dass er zurückkehrt.

  • Ein Ehemann darf diese Bitte seiner Frau nicht zurückweisen oder verneinen, es sei denn er hat eine sehr wichtige und legitime Entschuldigung dafür.

  • Ein Ehemann darf keine finanziellen Entscheidungen im Namen seiner Frau treffen und darf nicht in ihre Geldangelegenheiten eingreifen, ausser wenn sie ihm ihre Einwilligung dazu gibt. Der Ehemann hat kein Recht, ohne ihr Wissen und ihre Erlaubnis irgendetwas von ihrem Vermögen zu nehmen.

  • Ein Ehemann muss größere Entscheidungen über den Haushalt, die Kinder und andere gegenseitige Angelegenheiten mit seiner Gattin absprechen. Es ist nicht klug, die Meinung des Mannes allen Familienmitgliedern aufzuzwingen, ohne die Ansicht der Gattin anzuhören, solange ihre Meinung weise und richtig ist.

    Allahs Prophet gab uns zu diesem Thema ein praktisches Beispiel: Am Tag des Abkommens (Der Friedensvertrag von Hudaibiya, ein bekannter Ort am Stadtrand von Makkah, wo Allahs Gesandter im 8. Jahr der Hiğrah einen Friedensvertrag mit den makkanischen Götzendienern schloss.) befahl der Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) seinen Gefährten, ihre Köpfe zu rasieren und ihren Ihram (d.h. Hağğ-/´Umrakleidung) abzulegen, aber sie waren langsam und beeilten sich nicht, seinen Befehl auszuführen. Umm Salamah (radia-llahu ´anhum Allahs Wohlgefallen auf ihnen), seine Frau, empfahl ihm, dass er selbst es tun solle, um dann vor seinen Gefährten hinauszugehen. Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) tat, wie seine Frau ihm geraten hatte und ging aus seinem Zelt. Als die Gefährten Allahs Propheten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sahen, was er getan hatte, beeilten sich alle, seiner Tat nachzueifern.

  • Ein Ehemann muss vermeiden, jeden unschuldigen Fehler, der seiner Frau unterläuft, zu verfolgen und zu berechnen. Es wird berichtet, dass Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Ein Ehemann sollte nicht spät in der Nacht von einer Reise zurück nach Hause kommen, ohne seine Ankunft (zuvor) anzukündigen." (Dieser Hadith wurde bei Bukhary und Muslim berichtet.)

    Ein Ehemann könnte seine Gattin in unvorbereitetem Zustand, den er nicht mag, vorfinden, und dies könnte verursachen, dass er sie nicht mag.

  • Ein Ehemann muss nett, aufmerksam, teilend und fürsorglich zu seiner Frau sein. Er muss mit ihr ehrlich, anständig und geduldig umgehen und ihre menschliche Natur beachten. Frauen schätzen es, zärtlich geliebt zu werden und in Schutz genommen zu werden. Ein Ehemann muss seiner Gattin Zuneigung, Liebe, Verständnis, Sorge, Rücksicht und wirkliches Interesse entgegenbringen. Dies alles muss mit Worten und Taten ausgedrückt werden. Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) sagt im Qur´an al-Karim (4:19):

    [Oh ihr, die ihr glaubt, euch ist nicht erlaubt, Frauen gegen ihren Willen zu beerben. Und hindert sie nicht (an der Verheiratung mit einem anderen), um einen Teil von dem zu nehmen, was ihr ihnen (als Brautgabe) gabt, es sei denn, sie hätten offenkundig Hurerei begangen. Verkehrt in Billigkeit mit ihnen; und wenn ihr Abscheu gegen sie empfindet, empfindet ihr vielleicht Abscheu gegen etwas, in das Allah reiches Gut gelegt hat.]

    Es wird auch berichtet, dass Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Ein gläubiger Muslim darf nicht sagen, dass er seine gläubige Gattin nicht mag. Ein Ehemann kann einige Eigenschaften seiner Gattin nicht mögen, aber er wird sicherlich andere gern haben."(Dieser Hadith wurde bei Muslim berichtet.)