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Ruf nach gleichen Rechten von Frauen und Männern

Die Gleichheit von Frau und Mann ist unmöglich. Die natürlichen Gegebenheiten von Männern und Frauen unterscheiden sich in ihren körperlichen, geistigen und psychologischen Fähigkeiten.

Wenn eine Gleichheit zwischen allen Mitgliedern eines einzigen Geschlechts wegen der natürlichen Unterschiede unmöglich ist, egal ob es sich dabei um das männliche oder das weibliche handelt, so ist es für die beiden Geschlechter unmöglich, gleich zu sein. Dies ist nur zu natürlich. Allah, der Allmächtige, sagt im Qur´an al-Karim (51:49):

Und von jeglichem Wesen haben Wir Paare erschaffen, auf daß ihr euch vielleicht doch besinnen möget.»

Wahrlich, behandelt die Frauen mit Ehrlichkeit und Gerechtigkeit und bewahrt all die Rechte, die ihnen zustehen, wie wir in diesem Buch darstellen werden.

  1. Der Islam verlangt von Mann und Frau die gleichen religiösen Pflichten. Zu Gebet (Salah), Fasten (Saum), Almosen (Zakat) und Pilgerfahrt (Hağğ) sind beide Geschlechter verpflichtet. Trotzdem denkt der Islam in manchen Fällen an die Frau, indem er ihr die religiösen Regeln und Pflichten etwas erleichtert, wie das Aussetzen der Gebete und des Fastens menstruierender Frauen und im Wochenbett. Es wird allerdings von der Frau verlangt, dass sie die durch die Regel verpassten Fastentage wieder nachholt. Dies wurde derartig festgelegt, um auf die gesundheitliche und körperliche Situation der Frau während der Regel und des Wochenbetts Rücksicht zu nehmen.

    "Vom Anbeginn der Schöpfung waren Mann und Frau unterschiedlich, jedoch ergänzen sie einander. Aus diesem Grund glauben wir, dass eine solche präzise Unterscheidung der Geschlechter auch unterschiedliche Lebensaufgaben beinhaltet. Anderenfalls gäbe es keinen Bedarf für derartige Unterschiede bei den Geschlechtern. Desweiteren zeigt dies, dass jedes Geschlecht seinen eigenen Verdienst hat, obwohl beide Menschen sind. Wir können leicht den Unterschied zwischen Tag und Nacht erkennen, obwohl beide uns ein Ding vergegenwärtigen lassen: DIE ZEIT. Der Tag gewährt uns die Möglichkeit, unsere tägliche Versorgung zu sichern, während die Nacht uns den Frieden zum Ausruhen gibt. Angesichts der Unterschiede ähneln Mann und Frau dem Beispiel von Tageszeit und Nachtzeit. Es gibt bestimmte Dinge, die wegen ihres Geschlechts NUR von Männern geleistet werden. Dementsprechend gibt es bestimmte Dinge, die aufgrund ihrer natürlichen Veranlagung NUR von Frauen geleistet werden können. Obwohl es sich bei beiden, Männern wie Frauen, um menschliche Wesen handelt, die auch viele Eigenschaften teilen."(Ghalayeniy, "Ein Wort über Frauen", er zitiert von Schopenhauers Buch "Islam, der Geist der Gesellschaft", Seite 224.)

    Allah, der Allmächtige, sagt im Qur´an al-Karim (9:71):

    (Und die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Beschützer: Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse und verrichten das Gebet und entrichten die Zakah und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Wahrlich, Allah ist Erhaben, Allweise.)

  2. Der Islam gab sowohl den Männern, als auch den Frauen ein Anrecht auf dieselbe Belohnung und Strafe in dieser Welt und im Jenseits. Sie sind in Bezug auf Lohn und Strafe gleich, wie im Qur´an al-Karim (16:97) steht wird:

    (Dem, der recht handelt – ob Mann oder Frau – und gläubig ist, werden Wir gewiss ein gutes Leben gewähren; und Wir werden gewiss solchen (Leuten) ihren Lohn nach der besten ihrer Taten bemessen.)

  3. Was die Menschlichkeit angeht, so behandelt der Islam Mann und Frau gleich. Der Islam würdigt nicht die Frau als Quelle der "Erbsünde" herab, die Adams (´alaihi salaam. Friede sei mit ihm) Verbannung aus Ğannah (dem Paradies) verursachte, wie andere religiöse Lehren es tun. Allah, der Allmächtige, sagt im Qur´an al-Karim (4:1):

    (Oh ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin, und aus beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen.

    (Allah) sagt im Qur´an al-Karim (75:36-39):

    (Meint der Mensch etwa, er würde sich selber überlassen sein? War er nicht ein Tropfen Sperma, der ausgestoßen wurde? Dann wurde er ein Blutklumpen; dann bildete und vervollkommnete Er (ihn). Alsdann schuf Er aus ihm ein Paar, den Mann und die Frau.)

    Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) betont in der zitierten Ajat aus dem Qur´an, dass Er beide Geschlechter aus einer einzigen Quelle erschaffen hat. Es gibt keinen Unterschied in der Schöpfung zwischen den beiden Geschlechtern. Es gibt zwischen den beiden Geschlechtern auch keinen Unterschied was die Qualifikation betrifft. Beide sind sich sehr ähnlich. Daher erklärte der Islam alle vorherigen unfairen und ungerechten Systeme und Gesetze für nichtig. Besonders jene, die die Frau für ein niedrigeres Wesen oder Natur als den Mann hielt. Wegen dieser Missverständnisse wurden die Frauen um viele ihrer Menschenrechte gebracht. Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte, wie bei Tirmidhi überliefert wird:

    "Wahrlich, die Frauen sind die Zwillingshälften der Männer."

  4. Der Islam sprach den Frauen dieselben Rechte wie den Männern zu, was Keuschheit, Unversehrtheit und persönliche Ehre und Respekt angeht. Jede Person, die fälschlicherweise eine Frau der Unzucht oder des Ehebruchs bezichtigt, sollte in der Öffentlichkeit bestraft werden, genau wie dies bei einem ähnlich verleumdeten Mann geschieht. Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) sagt im Qur´an al-Karim (24:4):

    (Und denjenigen, die ehrbaren Frauen (Unkeuschheit) vorwerfen, jedoch nicht vier Zeugen (dafür) beibringen, verabreicht achtzig Peitschenhiebe. Und lasst ihre Zeugenaussage niemals mehr gelten; denn sie sind es, die Frevler sind.)

  5. Der Islam betrachtet Frauen als gleichermaßen in der Lage, finanzielle Geschäfte zu tätigen. Frauen dürfen gemäß den islamischen Regeln, Regelungen und Lehren besitzen, kaufen, verkaufen und finanzielle Transaktionen jeglicher Art unternehmen, ohne eines Vertreters zu bedürfen und ohne irgendwelche Einschränkungen oder Begrenzungen.

  6. Der Islam zeigt an, dass derjenige, der Frauen ehrt, respektiert, und mit ihnen aufrichtig umgeht, eine ehrliche, gesunde und vollkommen ausgeglichene Persönlichkeit besitzt. Andererseits ist ein Mann, der Frauen misshandelt, sie beschimpft, demütigt oder sie unnötiger Erniedrigung aussetzt, ein gemeiner, unaufrichtiger und unehrenwerter Mann. Es wird berichtet, dass Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Nur ein ehrenwerter Mann behandelt Frauen mit Würde und Aufrichtigkeit. Und nur ein gemeiner, unaufrichtiger und unehrenwerter Mann demütigt und beschimpft Frauen." (Dieser Hadith wird bei Ibn ´Asakir überliefert.)

  7. Der Islam gewährt den Frauen denselben Anspruch auf Bildung wie den Männern. Baihaqi berichtet, dass Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Die Suche nach Wissen ist für jeden Muslim eine Pflicht (d.h. männlich und weiblich."

    Die Muslimischen Gelehrten stimmen alle darin überein, dass das Wort "Muslim" Männer und Frauen beinhaltet, wie wir in den Zwischenklammern angedeutet haben. Genauso hat die Frau denselben Anspruch darauf, Kinder auf die beste Art und gemäß der richtigen Islamischen Leitung und Erziehung aufzuziehen. Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

    "Derjenige, der eine Tochter hat und sie nicht lebendig begräbt, demütigt [schmäht oder herabwürdigt] und seinem Sohn nicht den Vorzug vor ihr gibt, solch einer Person wird von Allah der Zutritt zum Paradies gewährt." (Überliefert bei al-Hakim al-Naisaburi.)

  8. Der Islam gibt der Frau eine ebenbürtige Stellung in der Verantwortlichkeit, die Gesellschaft im Allgemeinen zu reformieren. Männer und Frauen sind gemeinsam dafür verantwortlich, in der Gemeinschaft das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten. Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) sagt im Qur´an al-Karim (9:71):

    [Und die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Beschützer: Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse und verrichten das Gebet und entrichten die Zakah und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Wahrlich, Allah ist Erhaben, Allweise.]